Tipps für Bewerber gibt es zahlreiche. Tipps für die Beworbenen deutlich weniger. Wir wollen Ihnen hier einige der größten Recruiting-Fehler vorstellen, die Unternehmen rund um den Bewerbungsprozess machen können. Das hat zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber wenn Sie die folgenden Themen besser angehen, haben Sie schon viel gewonnen. Denn auch im Bewerbungsprozess gilt: Meistens haben Sie nur eine Chance bei Ihren Kandidaten – und die sollten Sie nutzen.

Recruiting-Fehler 1:
kein Employer Branding

Wer sich für eine Stelle interessiert, der interessiert sich auch für den potenziellen Arbeitgeber. Soweit, so klar. Dass zahlreiche Unternehmen trotzdem immer noch über einen mangelhaften Website-Auftritt verfügen, ist kaum nachvollziehbar. Wenige oder gar keine relevanten Inhalte auf der Karriereseite sind unverzeihlich. Im digitalen Zeitalter suchen potenzielle Kandidaten im Netz nach ausführlichen Informationen zur ausgeschriebene Stelle – und weit darüber hinaus. Bewerber erwarten ein aussagekräftiges Bild des Unternehmens, wollen mehr über die Philosophie und Werte des möglichen Arbeitgebers wissen und interessieren sich für das soziale und gesellschaftliche Engagement. Wer hier keine oder kaum Informationen bietet, wird mittelfristig den Anschluss verlieren. In diesem Zusammenhang absolute No-gos: veraltete, standardisierte oder bürokratische Texte sowie 08/15-Bilder in schlechter Auflösung. Um die besten Talente zu erreichen, sollten Sie sich auch bestmöglich präsentieren.

Recruiting-Fehler 2:
nichtssagende Stellenanzeigen

Belanglose, unglaubwürdige und langweilige Stellenanzeigen mindern die Bewerberrate immens. Nicht selten kommt es vor, dass der Leser kaum oder gar nicht versteht, um welche Art von Arbeit es sich bei der Stellenanzeige handelt. Um Ihre Ausschreibungen erfolgreicher zu gestalten, sollten Sie ein paar wichtige Regeln befolgen. Es empfiehlt sich, die Stellenanzeige möglichst präzise und gleichzeitig differenzierend zu formulieren. Wecken Sie kurz, prägnant und auf den Punkte das Interesse der potenziellen Bewerber, aber bleiben Sie dabei unbedingt bei der Wahrheit. Die tollste Stellenanzeige ist wertlos, wenn Sie nicht der Realität entspricht. Sollte Ihnen all das schwer fallen, ziehen Sie professionelle Unterstützung hinzu. Wir helfen Ihnen gerne rund um Ihre Recruiting-Prozesse.

Recruiting-Fehler 3:
das schlechte Bewerbungsgespräch

Sie haben einen vielversprechenden Kandidaten gefunden und zum Bewerbungsgespräch eingeladen? Hier lauert die nächste Gefahr. Ein Punkt, der oftmals unterschätzt wird: das Verhalten der Führungskraft oder des Personalers im Bewerbungsgespräch. Ein überhebliches, unfreundliches Auftreten ist ebenso schlecht wie eine mangelnde Vorbereitung. Wer sich im Vorfeld nicht mit dem Kandidaten und seinen Angaben im Bewerbungsschreiben auseinandergesetzt hat, riskiert schnell einen schlechten Eindruck. Ebenso sollte es vermieden werden, zu viele Personen aus dem Unternehmen beim ersten Kennenlernen zu beteiligen. Das kann schnell einschüchternd wirken und verzögert den anschließenden Entscheidungsprozess. Zurück bleibt ein Kandidat mit einem unguten Gefühl, der sich hingehalten fühlt. Die Folgen liegen auf der Hand: In der Zwischenzeit führt er weitere Gespräche – und wird Ihnen gegebenenfalls vom Wettbewerb vor der Nase weggeschnappt.

Recruiting-Fehler 4:
vom Winde verweht

Wer sich schon einmal bei mehreren Unternehmen beworben hat, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Lied davon singen: Ghosting. Es ist einer der gravierendsten Fehler, die ein Unternehmen machen kann. Auch wenn es mühsam ist, zahlreichen Kandidaten Rückmeldung zu geben und zu antworten: Tun Sie es! Andernfalls kann das schwerwiegende Folgen für Ihr Recruiting haben. Sowohl im Freundeskreis als auch auf professionellen Bewertungsportalen für Unternehmen macht so ein Verhalten schnell die Runde und wirkt sich negativ auf Ihr Employer Branding aus. Wir empfehlen Ihnen selbst bei hohem Aufwand dafür zu sorgen, jede einzelne Bewerbung zu beantworten und den aktuellen Status des Prozesses durchzugeben. Auch bei einer Absage zeugt solch ein Verhalten von Professionalität und Empathie – und man weiß nie, ob der Kandidat in ein paar Jahren doch relevant für das Unternehmen wird. Besser wäre es, hier in guter Erinnerung zu bleiben.

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Wir stellen Ihnen einige der größten Recruiting-Fehler vor, die Unternehmen rund um den Bewerbungsprozess machen können.
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